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Wieviel Spielzeug brauchen Kinder?

( 7 Eltern-Wertungen )

SpielzeugSpielzeug ist gut! Auch wenn Kinder es "spielen" nennen ist es doch gleichzeitig vor allem Lernen. Schon die Kleinsten lernen mit einfachsten Spielzeugen, ihre Motorik zu trainieren. Die Feinmotorik entwickelt sich. Später werden einfache Abläufe im Alltag mit Puppen oder Playmobil-Männchen nachgespielt, reflektiert und verinnerlicht. In dem die Kinder mit einander spielen erlernen sie Sozialverhalten. Spielen ohne Lernen geht eigentlich fast nicht. Nur, brauchen Kinder wirklich immer Spielzeug zum Spielen oder ist auch hier weniger manchmal mehr?

Es gibt hierfür kein einfaches Ja oder Nein. Spielzeug ist schließlich nicht gleich Spielzeug. Spielsachen, die viele Einsatzmöglichkeiten oder Spielvariationen bieten sind für längere Zeit für Kinder interessant als die gefürchteten "ich drück mal hier einen Knopf und es blinkt, trötet, fährt los"-Spielsachen.
Diese automatisierten Spielzeuge erzeugen am Anfang sicher enorme Aufmerksamkeit, ist ja schließlich spannend, was da an Tönen und Lichtern so rauskommt. Aber schon bald verlieren Kinder das Interesse daran.

Das Kinderzimmer braucht Nachschub?

Hier ein paar Tipps, wenn mal wieder Geschenkezeit ist. Ignorieren Sie ruhig einfach den neuesten und modernsten Spielzeugtrend. Die Suche nach dem geeignetsten Spielzeug beginnt beim Kind selbst. Fragen Sie sich: womit beschäftigt sich mein Kind im Moment besonders gern. Interessiert es sich gerade für Eisenbahnen oder eher Pferde? Dann liegt nahe, worüber sich Ihr Kind besonders freuen würde. Vielleicht hat es auch schon tolles Spielzeug, mit dem es immer wieder gern spielt. Dann könnten Sie mit einem Erweiterungssatz voll ins Schwarze treffen, weil es dann vielleicht noch besser und in neuen Varianten spielen kann.

Wenn Oma und Opa mal wieder einen Spielzeugladen geplündert haben....

Großeltern schenken immer gerne und viel. Das ist auch ganz normal, denn Enkel spielen für jeden eine ganz große Rolle. Sie bringen auch im hohen Alter wieder ein Stück Kindheit in den Alltag. Großeltern können sich gar nicht genug darüber freuen und wollen dies auch in Geschenken ausdrücken. Die Absicht ist sicher sehr ehrenhaft aber versuchen Sie die Großeltern ein bisschen zu "steuern". Werben Sie für Verständnis, dass es einfach ein bisschen zu viele Geschenke sind, die sie den Enkeln machen. Versuchen Sie sie dafür zu gewinnen, sich mit Ihnen abzusprechen, denn natürlich wissen Eltern immer noch am besten, was bei Ihren Kindern gerade "aktuell" ist. So haben die Großeltern gleichzeitig die Gewissheit, mit ihrem Geschenk bei allen Seiten große Freude auszulösen.

Rotation im Kinderzimmer

Ein alter Trick, der immer wieder fasziniert: packen Sie immer mal wieder ein Teil der Spielsachen in den Keller. Ob heimlich oder in Absprache mit Ihren Kindern...sortieren Sie einfach hin und wieder Spielsachen aus, mit denen Ihr Kind schon eine Weile nicht gespielt hat. Das macht das Kinderzimmer übersichtlicher, die Kinder werden von der Spielzeugmenge nicht mehr so erschlagen. Ab und zu schlagen Sie Ihren Kindern vor, dass sie sich etwas aus der Spielekiste im Keller aussuchen können. Wenn Sie das noch nie ausprobiert haben - Sie werden erstaunt sein, wie sehr sich Ihr Kind darüber freut, Spielsachen nach vielen Wochen wiederzuentdecken. Gleichzeitig räumen Sie andere Spiele wieder runter und der Kreislauf beginnt von vorn.

Sechs Arten von Spielzeugen, die in keinem Kinderzimmer fehlen sollten

Wie schon gesagt, nicht die Menge macht´s sondern die Qualität und die Vielfalt. Kinder haben einfach verschiedenartige Spielbedürfnisse. Im besten Falle sorgen Sie für eine ausgewogene Mischung aus folgenden Kategorien:


Teddy & Co

Kinder brauchen etwas zum Liebhaben, zum Trösten, zum Bemuttern, für Rollenspiele. Nichts eignet sich (neben Eltern, Geschwistern und Freunden) so gut wie Kuscheltiere oder Puppen. Die sind immer für Ihr Kind da. "Man kennt sich". Und die Zuneigung, die sich die Kinder von ihrem liebsten Kuscheltier holen ist kompromisslos und situationsunabhängig

Bewegung
In eigentlich allen Kinderjahren trainieren Kinder ihre Motorik, ihre Körperkraft und ihr Gleichgewicht. Dafür brauchen Sie Spielsachen, die beweglich sind. Dazu gehören Dreirad, Roller, Laufrad, Fahrrad, Schaukel, Rollschuhe, Skateboard, Inliner usw.

Die Welt erschaffen
In jedem Kinder wird immer wieder die Welt neu erschaffen - mit Malsachen, Knete, Steckspielen, Origami und Bausteinen. All diese Dinge und nicht zu letzt die Förmchen im Sandkasten wecken die Fantasie und laden ein zum Gestalten und Erforschen. Hier geht es nicht um Perfektion sondern darum, aus dem Nichts etwas Eigenes zu erschaffen und dabei Zusammenhänge zu begreifen.

In Rollen schlüpfen
Kinder fangen schon früh an, in Rollen zu schlüpfen. Ob mit den kleinen Leuten vom Playmobil oder Lego, mit Doktorspielen und Handpuppen. Auch mit dem Verkleiden können Kinder soziales Miteinander wunderbar üben und sich zusammen mit anderen ausprobieren. Auch helfen solche Spielsachen, Situationen und Erlebtes zu besprechen und zu verarbeiten.

Spielregeln
Spielregeln sind nicht jedermanns Sache und doch sind Gesellschaftspiele für Kinder sehr wichtig. Sie lernen, wie toll es ist zu gewinnen, wie die Welt zusammenstürzen kann, wenn man einmal verliert und welchen Wert es hat, sich an Regeln zu halten. Wenn die Kinder schon eine Weile in der Schule sind, können taktische Spiele eine ganz neue und spanndende Komponente mit sich bringen.

Musikinstrumente
Es sollte nie darum gehen, aus Ihrem Kind einen kleinen Mozart machen zu wollen. Musikinstrumente machen Spass, auch wenn es aus Eltern-Sicht manchmal eher Krach ist. Kinder lieben sie und manchmal sind es gar schon auch kleine Melodien, die sie beispielsweise mit einem Xylophon spielen. Hier geht es weniger um die Musik sondern um Spass und Entdecken von Tönen und Klängen.

Photo: © Rolf van Melis / pixelio.de


 

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Laufräder im Test

15 Kinderlaufräder hat die Stiftung Warentest in ihrer Juli-Ausgabe getestet. Die schlechte Nachricht: bei elf der Laufräder wurden Kontaktgifte gefunden, die bei Berührung in den Körper eindringen. Diese Schadstoffe können Krebs auslösen und das Erbgut verändern. Hier gilt also höchste Alarmstufe. Außerdem wurden bei vier Laufrädern ein Weichmacher, der eigentlich bei Spielzeug verboten ist. Die Laufräder hätten also noch nicht einmal auf dem Markt sein dürfen. Besser sieht es da schon bei den Fahreigenschaften aus. Dort haben alle getesten Produkte ein "Gut" oder "Befriedigung" erhalten.

Alle Testergebnisse zu den Laufrädern gibt es auf www.test.de.