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Schlaflieder werden seit Generationen überliefert und sind für Kinder wohl die schönste Art, am Ende eines aufregenden Tages zur Ruhe zu kommen. An dieser Stelle haben wir die Klassiker der Schlaflieder und Wiegenlieder als Texte zusammengestellt.
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Der Mond ist aufgegangen
Der Mond ist aufgegangen, die goldnen Sternlein prangen, am Himmel hell und klar. Der Wald steht schwarz und schweiget und aus den Wiesen steiget der weiße Nebel wunderbar. Wie ist die Welt so stille, und in der Dämmrung Hülle, so traulich und so hold. Als eine stille Kammer, wo ihr des Tages Jammer, verschlafen und vergessen sollt.
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Wer hat die schönsten Schäfchen?
Wer hat die schönsten Schäfchen? Die hat der goldne Mond, der hinter unseren Bäumen am Himmel droben wohnt.
Er kommt am späten Abend, wenn alles schlafen will, hervor aus seinem Hause am Himmel leis und still.
Weißt Du, wieviel Sternlein stehen?
Weißt du, wie viel Sternlein stehen an dem blauen Himmelszelt? Weißt du, wie viel Wolken ziehen weithin über alle Welt? Gott, der Herr hat sie gezählet, dass ihm auch nicht eines fehlet an der ganzen großen Zahl, an der ganzen großen Zahl.
Weißt du, wie viel Mücklein spielen in der heißen Sonnenglut? Wie viel Fischlein sich auch kühlen in der hellen Wasserflut? Gott, der Herr, rief sie beim Namen, dass sie all ins Leben kamen, dass sie nun so fröhlich sind, dass sie nun so fröhlich sind.
Schlaf Kindlein schlaf
Schlaf, Kindlein, schlaf! Dein Vater hütet die Schaf. Deine Mutter schüttelt das Bäumelein, da fällt herab ein Träumelein. Schlaf, Kindlein, schlaf!Schlaf, Kindlein, schlaf! Am Himmel ziehen die Schaf. Die Sterne sind die Lämmerlein, der Mond, der ist das Schäferlein. Schlaf, Kindlein, schlaf!Schlaf, Kindlein, schlaf, so schenk ich dir ein Schaf. Mit einer goldnen Schelle fein, das soll dein Spielgeselle sein. Schlaf, Kindlein, schlaf.
Die Blümelein, sie schlafen
Die Blümelein, sie schlafen schon längst im Mondenschein. Sie nicken mit dem Köpfchen auf ihren Stengelein. Es rüttelt sich der Blütenbaum, er säuselt wie im Traum: Schlafe, schlafe, schlaf ein, mein Kindelein.
Die Vögelein, sie sangen so süß im Sonnenschein. Sie sind zur Ruh gegangen in ihre Nestchen klein. Das Heimchen in dem Ährengrund, es tut allein sich kund. Schlafe, schlafe, schlaf ein, mein Kindelein.
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