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Kinder und Haustiere

( 2 Eltern-Wertungen )

Kinder und HaustiereDie meisten Eltern sind nicht überrascht, wenn das Kind sich zum Geburtstag, Weihnachten oder aus heiterem Himmel ein Haustier als Spielgefährten wünscht. Haustiere haben positive Auswirkungen auf die Entwicklung eines Kindes, doch sollten Sie dem Wunsch nicht sofort nachgehen. Manchmal kann der Wunsch nur ein Strohfeuer sein. Vorab sollten Sie klären, ob alle Familienmitglieder sich ein Haustier wünschen. Ein Haustier sollte zu Ihrer Familie und Ihren Lebensgewohnheiten passen. Daher sollten viele Faktoren vor der Anschaffung eines Tieres abgeklärt werden.

Gedanken vor der Anschaffung

Der Zeitfaktor, das Alter Ihres Kindes und der Platz sind wohl die wichtigsten Punkte. Das Leben auf engsten Raum ist unangenehm, sowohl für Mensch als auch für Tier. Vor der Anschaffung sollten Sie unbedingt mit dem Vermieter abklären ob Haustiere erlaubt sind. Kosten für Futter, evtl. noch Heu, Streu, Arztkosten, Impfungen, Entwurmungen, Hundesteuer und Hundehaftpflichtversicherung kommen hinzu. Wer versorgt das Tier wenn Sie in den Urlaub fahren? Bedenken Sie auch, dass viele Haustiere eine hohe Lebenserwartung haben und so viele lange Jahre zu Ihrer Familie gehören. Tägliches Füttern, Reinigen des Käfigs und Auslauf gehören dazu. Ihr Kind kann diese Aufgaben nicht alleine bewältigen, daher benötigt es Ihre Unterstützung.

Haustiere fördern positive Entwicklung

Viele Studien beweisen, dass Haustiere dazu beitragen, dass Kinder selbstbewusster werden, lernen mit Natur und Tier respektvoller umzugehen und zutraulicher werden. Soziale Kompetenz und die Kommunikation werden gestärkt. Kinder lernen, Verantwortung für ein anderes Lebewesen zu tragen. Hund und Katze sind verspielte Tiere, die ein Kind dazu anregen mit ihnen rumzutoben. Ist Ihr Kind oft alleine zu Hause? So kann ein Haustier dabei helfen, Trennungsängste zu überwinden und die Einsamkeit zu vertreiben. Auch vertrauen Kinder Heimtieren oft ihre Geheimnisse an und suchen Trost bei ihnen.

Interesse am Haustier

Sie sollten vorerst Ihrem Kind erklären, dass ein Haustier kein Spielzeug ist und Verantwortung bedeutet. Kinder können die Hauptaufgaben nicht übernehmen, sie können helfen. Die Hauptarbeit bleibt trotz dessen an den Eltern hängen. Um zu vermeiden, dass Ihr Kind rasch nach dem Kauf das Interesse am Haustier verliert, ist es ratsam vorab Freunde und Bekannte, die ein Haustier haben, zu besuchen. Hier kann man verabreden, dass Ihr Kind beim Saubermachen des Geheges hilft oder mit zum Gassigehen kommt. Hat man keine Freunde bzw. Bekannte mit Haustieren, empfehlen sich mehrmalige Besuche im Tierheim. Dadurch wird deutlich ob Ihr Kind und Sie die Aufgaben übernehmen wollen und können. Je nach dem, wie Ihr Kind darauf reagiert, kann vorab geklärt werden, welches Tier geeignet ist und ob wirkliches Interesse besteht.

Kinder zum Helfen animieren

Sie können nicht erwarten, dass Ihr Kind sofort weiß, wie es ein Tier pflegen muss. Dies muss Kindern erst beigebracht werden. Damit das Interesse bestehen bleibt und das Haustier nicht „langweilig“ wird, sollte das neue Familienmitglied von Anfang an in Ihr Familienleben mit ein bezogen werden. Aufgaben, wie das Reinigen eines Geheges oder Freilauf des Kaninchens sollte an festen Tagen zu festen Zeiten stattfinden. Es ist ratsam, von Anfang an mit Ihrem Kind diese Aufgaben gemeinsam zu erledigen und bestimmte Aufgabenbereiche an Ihr Kind mit der Zeit weiter zu geben. Kinder wachsen an der Verantwortung, die sie von ihren Eltern erhalten. Das passende Haustier für ein Kind
Beliebte Haustiere für ein Kind sind Hunde, Katzen, Nager sowie Vögel. Vor der Anschaffung sollten Sie sich genau informieren, wie ein Tier artgerecht gehalten wird, welche Eigenschaften es hat, ob es viel Aufmerksamkeit braucht, wie viel Zeitaufwand es erfordert und ob es allein gehalten werden kann. Bei einem Hund sollten Sie beachten, dass Ihr Kind und die Hunderasse zueinanderpassen. Hunde benötigen mehrmals täglich Auslauf, sind bekannt als der beste Freund des Menschen, benötigen viel Aufmerksamkeit und sind anhänglich. Katzen dagegen haben ihren eigenen Kopf und fahren auch ab und zu mal ihre Krallen aus, wenn ein Kind sie mal grob anfasst, sie sind verschmust und werden auch im Haus gehalten. Meerschweinchen und Kaninchen sind wohl von der Haltung die kostengünstigsten Haustiere, doch kuscheln sie nicht immer gerne und allein können sie leicht vereinsamen. Hamster dagegen sind Einzeltiere, doch nachtaktiv und beißen gerne mal zu, wenn sie sich gestört fühlen. Vögel wiederum sind gesellige Tiere, die gerne am Morgen schon zwitschern und lange brauchen bevor sie Vertrauen zu einem Menschen fassen.

Für welches Tier Sie sich auch entscheiden, wichtig ist, dass es bei Ihnen willkommen ist und sich jeder in Ihrem Haushalt über die Aufgaben, die auf sie zukommen, bewusst ist. Nur so gewährleisten Sie ein glückliches Miteinander.

Foto: drarock / photocase.com


 
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Junge Familien bekommen in Baden-Württemberg eine besondere Förderung. Sie erhalten nach der Geburt ihres Kindes einen Bildungsgutschein über 40 EUR. Verwendet werden kann der Gutschein innerhalb des ersten Lebensjahres für Kurse, die der Kindesentwicklung dienen. Welche Kurse damit genau gefördert werden, erfahren die Eltern in einem Faltblatt, das sie zusammen mit dem Gutschein erhalten.
Es kann dabei um die Kinderpflege sowie Bewegung oder Ernährung des Babys gehen.  Außerdem kann der Gutschein für Kurse in Sachen Familienbildung ("Väter in Elternzeit" o.ä.) eingesetzt werden. 

Den Gutschein erhalten junge Eltern in Baden-Württemberg bei den zuständigen Einwohnermeldeämtern.