Schulkinder

Tipps für das Elterngespräch in der Schule

Elterngespräch in der SchuleDas Elterngespräch als wichtiger Termin für Eltern eines Schulkindes

In regelmäßigen Abständen werden in allen Schulen eigens eingerichtete Sprechtage angeboten, an denen alle Eltern eingeladen werden, die sich über die Fortschritte ihres Kindes beim Lernen und in der Entwicklung informieren möchten. Auch hat jeder Lehrer im Regelfall eine eigens eingerichtete wöchentliche Sprechstunde, die nach Absprache und Termin besucht werden kann, falls der offizielle allgemeine Sprechtag zu einem ungünstigen Zeitpunkt abgehalten wird.

Für Sie als Eltern ist es unbedingt ratsam, Angebote dieser Art wahrzunehmen und zu Elterngesprächen und Sprechtagen zu erscheinen, denn Sie erfahren dort Wissenswertes über das Verhalten und Agieren Ihres Kindes im Unterricht, das Ihnen ansonsten eventuell verborgen bleiben würde. Auch zeigen Eltern, die zu einem Elterngespräch erscheinen, dass Sie mit ehrlichem Interesse die Schulausbildung ihres Kindes verfolgen und dieses mit allen Möglichkeiten unterstützen. Die Lehrkraft erfährt auf diese Weise, dass der Schüler oder die Schülerin aus guten familiären Verhältnissen stammt.

Optimal wäre es, wenn beide Eltern gemeinsam das Gespräch mit der Lehrkraft suchen, da so Mutter und Vater auf demselben Informationsstand sind und zusammen auch besser beurteilen können, was bei etwaigen Problemen die beste Lösung für das Kind sein könnte.

Die Vorbereitung auf das Elterngespräch

Oftmals kann ein Elterngespräch überraschende und bis zu diesem Zeitpunkt unbekannte Neuigkeiten ans Tageslicht befördern. Daher empfiehlt es sich für Sie als Eltern, zur Vorbereitung mit Ihrem Kind zu sprechen und sich zu erkundigen, wie der Schulalltag verläuft und ob eventuell Probleme bestehen. Auch sollten Sie im Vorfeld besprechen, was Sie sich vom Elterngespräch erwarten und welche Themen Sie anschneiden möchten. Gerade für den Fall, dass Sie als Elternpaar zu dem Sprechtag erscheinen, ist es von Vorteil, wenn Sie sich abgesprochen haben und gemeinsam an einem Strang ziehen: Die Lehrkraft könnte ansonsten den Eindruck bekommen, dass die Familienverhältnisse nicht stimmig sind.
Sie könnten beispielsweise auch eine Liste der Fragen anfertigen, die Sie der Lehrerin oder dem Lehrer Ihres Kindes stellen müssten und die Punkte dieser Liste nach Priorität anordnen. Oftmals ist es nämlich so, dass im Verlauf des Gesprächs nicht eingeplante Themen auftauchen, die so nicht auf der Tagesordnung standen. Da derlei Diskussionen oftmals mehr Zeit kosten, als eigentlich vorhanden wäre, sollten daher wichtige Fragen oben auf Ihrer Liste stehen.

Das Sprechen über Probleme und Schwierigkeiten

Dass bei einem Kind und Schüler in der Entwicklungsphase auch Schwierigkeiten und Probleme auftauchen können, ist ein vollkommen natürlicher und normaler Umstand. Ob im sozialen Umfeld oder im Umgang mit dem Lehrstoff, das Kind wird mit einer Welt konfrontiert, die gerade für einen heranwachsenden und jungen Menschen nicht einfach zu handhaben und in vielen Punkten komplex und unverständlich ist. Umso wichtiger ist es deswegen, dass Sie sich mit Liebe und Verständnis der Probleme Ihres Kindes annehmen und mit der Lehrkraft darüber sprechen.

Selbstverständlich ist es gerade für Eltern nicht immer einfach, neutral und objektiv über das eigene Kind zu sprechen und sich einer eigentlich fremden und unbekannten Person zu öffnen. Vor allem bei Problemen scheuen sich viele Eltern davor, diese unumwunden mit der Lehrerin oder dem Lehrer zu diskutieren. Hilfreich ist es in diesem Fall, sich die gemeinsamen Interessen vor Augen zu halten: Sowohl Sie als Eltern als auch die Lehrerinnen und Lehrer sind an dem Erfolg und der positiven Entwicklung Ihres Kindes interessiert. Gemeinsam verfolgen Sie den pädagogischen Auftrag, einen jungen Menschen zu bilden, zu formen und ihn auf sein Leben vorzubereiten. Deswegen sollten Sie nicht gegeneinander, sondern miteinander arbeiten und Probleme nicht aus falscher Scham und Scheu verschweigen.

Problematische Themen ruhig und sachlich diskutieren

Trotz allem ist es natürlich nicht immer einfach, Ruhe zu bewahren und sachlich zu bleiben, wenn das eigene Kind betroffen ist. Falls die Lehrkraft schwerwiegende Probleme anspricht oder gar Therapien empfiehlt, beispielsweise gegen Konzentrationsstörungen und Aufmerksamkeitsdefizite, ist es ratsam, sachlich die Hintergründe und zukünftigen Schritte zu besprechen. Sie als Eltern dürfen sich ruhig vergewissern, dass die Einschätzung der Lehrkraft auch korrekt ist und sich an Dritte und Fachkräfte wenden, die Ihnen weitere Auskünfte erteilen können.
Nehmen Sie es nicht persönlich, wenn Ihnen eine Lehrkraft für Ihr Kind Nachhilfe oder eine Therapie empfiehlt, sondern halten Sie sich vor Augen, dass diese Person um Ihr Kind bemüht ist und nur das Beste für den Schüler möchte. Diskutieren Sie stattdessen das weitere Vorgehen und Lösungsstrategien und vergessen Sie bei eventuellen Streitpunkten nicht den gemeinsamen Faktor, der Sie in diesem Gespräch zusammenführt: die Aufgabe, einen jungen Menschen nach bestem Wissen und Gewissen und voller Liebe und Verständnis zu erziehen.

Foto: © Simone van den Berg - Fotolia.com

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