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Regelungen zum Elterngeld ab 2013

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ElterngeldWenn Sie im Jahr 2013 Nachwuchs erwarten, müssen Sie sich auf Änderungen beim Elterngeld einstellen. Wenn Ihr Baby vor dem 1. Januar 2013 geboren wurde, gibt es keine Änderungen, dann gilt das alte Gesetz zum Elterngeld weiterhin. Im September 2012 wurde ein neues Gesetz verabschiedet, dass Erleichterungen verspricht. Der Höchstbetrag bleibt unverändert bei 1.800 Euro bestehen.

Im Jahr 2007 eingeführt, wurde das Gesetz zum Elterngeld damit das zweite Mal reformiert. Als Gründe für die erneute Änderung wird eine Vereinfachung genannt. Die Verwaltung benötigt für die Berechnungen nicht mehr so viel Zeit und auch die Antragstellung für Sie als Eltern ist einfacher. Doch wie wirken sich die Änderungen aus und welches Ziel wird verfolgt?

 

Das Ziel des Elterngeldes liegt auf der Hand: Ihnen als Eltern soll mit dem Elterngeld ein Ersatz für Ihr Einkommen, dass im Falle der Elternzeit entfällt, geschaffen werden. Damit soll zudem ein Anreiz geschaffen werden, dass die Elternzeit auch in Anspruch genommen wird und Sie als Eltern sich ohne finanzielle Sorgen ganz und gar Ihrem Nachwuchs widmen können. Es soll gewährleistet werden, dass Sie Ihren bisherigen Standard beibehalten können.

Die Höhe des Elterngeldes bemisst sich nach wie vor an der Höhe des bisherigen Einkommens eines bestimmten Zeitraumes. Dazu wird der Bruttolohn von – in der Regel - 12 Monaten bis zur Geburt Ihres Babys als Berechnungsgrundlage genommen. Neu ist, dass Ihre persönlichen Abzüge, wie zum Beispiel Krankenversicherung, Pflegeversicherung, Rentenversicherung und Arbeitslosenversicherung keine Berücksichtigung mehr finden. Diese werden ab 2013 pauschal abgezogen und zwar in Höhe von 21% vom Bruttolohn. Die tatsächlichen Kosten für die genannten Versicherungen betragen keine 21%, sondern liegen ca. 0,5% darunter, sodass das Nettoentgelt um diesen Betrag geringer ausfällt. Und das Nettoentgelt wiederum ist maßgeblich für die Berechnung des Elterngeldes und somit fällt dieses minimal niedriger aus. Dennoch müssen sich die meisten Eltern keine Sorgen machen, da der Betrag, der bei der Berechnung ermittelt wird, oftmals nur ganz geringfügig niedriger ausfällt. In den meisten Fällen liegt dieser Betrag zwischen 7 und 10 Euro.

Die Steuern werden wie bisher auch anhand eines Lohnsteuerprogrammes ermittelt und berücksichtigen die individuellen Steuermerkmale. In diesem Zusammenhang ist es wichtig und für Sie als werdende Eltern 2013 zu wissen, dass Sie sich Gedanken darüber machen, die Lohnsteuerklasse zu ändern, um einen höheren Nettolohn zu erzielen, von dem dann die letztendliche Berechnung des Elterngeldes erfolgt. Der Elternteil, der die Elternzeit in Anspruch nehmen will, sollte die Lohnsteuerklasse entsprechend ändert. Bei der Berechnung wird nämlich das Einkommen zu Grunde gelegt, dass Sie in den letzten 12 Monaten am längsten hatten. Sehr ungünstig wirkt sich die Lohnsteuerklasse V aus. Deshalb sollten Sie über einen Wechsel in die Lohnsteuerklasse IV oder sogar III nachdenken, um ein Maximum an Elterngeld zu erhalten. Wenn Sie vorab schon einmal ermitteln möchten, wie viel Elterngeld Sie zukünftig beziehen, können Sie dies tun. Hierfür steht ein Elterngeldrechner zur Verfügung, den Sie auf der Internetseite www.bmfsfj.de oder auf der Homepage www.familienwegweiser.de finden. Diese beiden Seiten dienen Ihnen zu einer ersten Orientierung und Sie bekommen Planungssicherheit.

Nicht nur für Arbeitnehmer, auch für Selbstständige gibt es ab 2013 eine vereinfachte Berechnung. Es ist keine extra Aufstellung für die Zeit vor der Geburt erforderlich; ausreichend ist der letzte Steuerbescheid. Liegt dieser noch nicht vor, können Sie ihn nachreichen. Eine Berechnung findet dann zunächst aufgrund des letzten vorliegenden Bescheides des Finanzamtes statt und wird mit Vorlage des aktuellen Steuerbescheides geändert. Als Veranlagungszeitraum gilt der Zeitraum vor der Geburt des Babys.

Für das Einkommen, das Sie als Selbstständige während der Elternzeit erzielen, gibt es ebenfalls eine vereinfachte Berechnung. Wie bisher werden die Einnahmen- und Überschuss-Rechnungen zu Grunde gelegt. Die Betriebsausgaben werden mit pauschal 25% in Abzug gebracht und sind nicht mehr detailliert nachzuweisen.

Weitere Informationen erhalten sie durch die Broschüre „Elterngeld und Elternzeit“, die Sie über die oben genannten Homepages anfordern können. Selbstverständlich stehen Ihnen auch die für Sie zuständigen Elterngeldstellen für Auskünfte zur Verfügung und werden Sie gerne beraten und Ihnen weiterhelfen.

Foto: © babimu - Fotolia.com

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