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Was macht Ihr Kind im Internet?

( 1 Eltern-Wertung )

Kind am LaptopWissen Sie, was Ihr Kind im Internet so alles macht, welche Seiten es besucht, wie es das Internet durch eigene Beiträge bereichert? Hier gilt für Eltern besondere Vorsicht! Kinder kennen in der Regel kein Urheberrecht und, wie die Erfahrung zeigt, selbst Eltern haben von diesem Thema bisher wenig bis gar nichts gehört. Das kann ziemlich teuer werden. Auch wenn Sie als Eltern mit Internet vielleicht nicht viel zu tun haben und sich nicht auskennen: ihre Kinder machen sich rasent schnell mit den Möglichkeiten des Internets vertraut, nutzen diese und begehen, ohne es zu wissen, so manche Urheberrechtsverletzung. Und diese wird, so sie erkannt wird, bestraft.

Was Kinder auch im Internet machen - ihre Eltern haften!

Zuletzt hat es die 7. Zivilkammer des Landgerichts München in einem Urteil festgestellt, dass Eltern für das, was Ihre Kinder im Internet machen, haftbar gemacht werden können. Im Urteil vom 19.06.2008 ging es um Videos, die eine Tochter aus 70 Fotografien erstellt hat. Da es aber nicht selbstgemachte Fotografien waren, hatte sie somit das Urheberrecht verletzt, was es verbietet, fremde Werke ohne Zustimmung des Urhebers zu kopieren, verbreiten und zu verändern. Laut Gericht haben die Eltern die Aufsichtspflicht verletzt.

Vertrauen ist gut - Stichproben auch!

Das Internet ist reich an wertvollen Informationen und kann sogar soziale Bindungen schaffen. Aber da es auch viele Gefahren birgt, die Kinder einfach nicht überblicken, müssen Eltern sich informieren. Kindern den Zugang zum Internet zu verweigern ist sicher nicht zeitgemäss. Aber Sie als Eltern müssen sich über Risiken im Klaren sein und Ihre Kinder darüber belehren. Es gibt zahlreiche Kontrollmöglichkeiten, um zu überprüfen, was Ihre Kinder am Computer gemacht haben. Wir empfehlen, regelmässig danach zu schauen und mit Ihren Kindern darüber zu sprechen. Ein Programm, mit dem Sie die Computeraktivitäten Ihrer Kinder überprüfen können, ist zum Beispiel der Visual Time Analyzer.

Es geht hierbei nicht um die totale Überwachung sondern um Stichproben. Wenn Ihre Kinder auf dem Spielplatz spielen, schauen Sie ja auch ab und zu aus dem Fenster, ob alle ok ist. So soll es auch im Internet sein. Und wenn von Ihren Kindern problematische Seiten im Internet besucht werden, heißt das noch nicht, dass sie diese mit Absicht gewählt haben. Suchmaschinen bringen einen selbst bei harmlosen Suchbegriffen auf Webseiten, die für Kinder wenig oder nicht geeignet sind. Hier zählt das Gespräch, frei von Vorwürfen. Tauschen Sie sich aus, lassen Sie sich von der Begeisterung für das Internet anstecken und ganz nebenbei bleibt Ihnen Ärger mit Gerichten erspart.


Photo: © Stephanie Hofschlaeger / www.pixelio.de

 

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Kinder in Obhut des Jugendamts

Das statistische Bundesamt hat ermittelt, dass 2007 pro Tag 77 Kindern in die Obhut des Jugendamt gekommen sind. Das sind 28200 Kinder pro Jahr. 435 Kinder wurde sogar gegen den Willen der Eltern aus der Familie herausgenommen. Jugendämter nehmen Kinder und Jugendliche in Obhut, die sich in einer schwierigen und sie gefährdenden Situation befinden. Dies geschieht auf eigenen Wunsch der Kinder (7000 Mal im letzten Jahr) oder durch Hinweise der Polizei oder Bildungseinrichtungen.

3000 Kinder (das sind ca. 11 Prozent) wurden an Orten aufgegriffen, an denen Drogenhandel praktiziert wurde oder Bordelle betrieben wurden. Bei knapp einem Viertel der Kinder, die Hilfe durch das Jugendamt erfahren haben, ging es um Vernachlässigung oder Anzeichen von Misshandlungen oder sexuellem Missbrauch. Die Dunkelziffer in Sachen Missbrauch und Misshandlungen dürfte um einiges höher sein.

 


Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)