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Epilepsie bei Kindern

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Aus neurologischer Sicht ist Epilepsie die am meisten auftretende Erkrankung bei Kindern. Theoretisch kann ein epileptischer Anfall bei allen Kinder einmal auftreten - zum Beispiel bei einem Fieberkrampf. Unter chronischer Epilepsie leiden allerdings nur 1% aller Menschen. Oft beginnt dieser Leidensweg im Alter zwischen 0 und 16 Jahren. Doch kommen wir zuerst zu der Frage:

 

Was ist Epilepsie?

Ein epileptischer Anfall ist eine kurzzeitige Funktionsstörung des Gehirns, der durch Spontanentladungen von Hirnzellverbänden auf Grund einer organischen Erkrankung des Gehirns - die Epilepsie - hervorgerufen wird. Man spricht hierbei auch oft vom "Gewitter im Kopf". Epilepsie ist keine Erbkrankheit. Allerdings kann eine Veranlagung vererbt werden, dass in speziellen Situationen ein epileptischer Anfall ausgelöst wird. Epilepsie kann aber auch durch eine Hirnschädigung während der Schwangerschaft oder Geburt entstehen. Als mögliche Ursache kommt außerdem eine Hirnhautentzündung in Frage.

Ein epileptischer Anfall kann bei Kindern viele verschiedene "Gesichter" haben. Es gibt schwere Anfälle, die für das Umfeld sehr auffällig sind. Diese können einhergehen mit Verkrampfungen, Zuckungen, Verwirrtheitszuständen. Bei anderen Anfällen nehmen Außenstehende kaum etwas wahr, weil sich der Anfall "nur" mit leichten sensiblen und sensorischen Veränderungen äußert. Manche epileptische Anfälle stürzen den Betroffenen in eine Bewusstlosigkeit, andere werden bei vollem Bewußtsein erlebt.

Was kann man bei einem epileptischen Anfall tun?

Wie bei den meisten krankhaften Anfällen gilt zu allererst: Ruhe bewahren. Außerdem sollten Sie versuchen, Ihr Kind vor Verletzungen zu schützen. Nach einem Anfall sollten Sie Ihrem Kind Ruhe gönnen, damit es Zeit hat, wieder zu sich zu finden. Für besonders heftige Anfälle gibt es das Medikament Diazepam, das rektal verabreicht wird und in wenigen Minuten eine spürbare Besserung bewirkt. In besonders schweren Fällen (Krämpfe und Zuckungen länger als 5 Minuten) sollten Sie einen Notarzt rufen.

Sinnvoll ist das Führen eines Anfallsprotokolls. Das hilft sowohl Ihnen, einen Überblick über die epileptischen Anfälle zu bekommen, und auch der Arzt kann damit viel anfangen, um die Krankheit richtig einschätzen zu können und die bestmögliche Therapie zu finden.

Behandlungsmöglichkeiten bei Epilepsie

In der Regel wird Epilepsie mit Medikamenten behandelt. Nur in besonders schweren Fällen, bei denen durch die Krankheit die Lebensqualität extrem stark eingeschränkt ist, wird versucht, durch neurochirugische Operationen eine Besserung des Krankheitsbilds herbeizuführen. 

Das Problem mit den Epilepsie-Medikamenten besteht darin, dass sie neben Ihre hohen Wirksamkeit auch ein nicht geringes Maß an Nebenwirkungen mit sich bringen. Sie können unter anderem die Entwicklung des Kindes behindern. Deshalb kann es eine Weile dauern, bis Patient und Arzt gemeinsam die nötigen Medikamente festlegen, um ein Leben mit der Krankheit erträglich zu machen, ohne dabei enorme Nebenwirkungen in Kauf nehmen zu müssen.

Als Ergänzung zur medikamentösen Therapie kann auch die sogenannte "Selbstkontrolle bei Epilepsie" unterstützend eingesetzt werden. Es ist ein verhaltenstherapeutischer Ansatz, bei dem es darum geht,das Entstehen eines Anfalls zu erkennen, dabei das eigene Risiko richtig einzuschätzen und aus eigener Kraft (durch entsprechende Verhaltensweisen) zu versuchen, den Anfall in den Griff zu bekommen.

Mehr Informationen zu dieser Krankheit finden Sie bei der deutschen Epilepsie Vereinigung.

Wichtig: Auf dieser Seite finden sie nur Empfehlungen. Diese ersetzen kein Gespräch mit einem Arzt oder die Beratung eines Apothekers. Sollten Sie also Entscheidungen treffen wollen, die die Gesundheit Ihrer Kinder betreffen, fragen Sie im Zweifelsfalle immer zuerst Ihren Kinderarzt!

 
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Kinder in Obhut des Jugendamts

Das statistische Bundesamt hat ermittelt, dass 2007 pro Tag 77 Kindern in die Obhut des Jugendamt gekommen sind. Das sind 28200 Kinder pro Jahr. 435 Kinder wurde sogar gegen den Willen der Eltern aus der Familie herausgenommen. Jugendämter nehmen Kinder und Jugendliche in Obhut, die sich in einer schwierigen und sie gefährdenden Situation befinden. Dies geschieht auf eigenen Wunsch der Kinder (7000 Mal im letzten Jahr) oder durch Hinweise der Polizei oder Bildungseinrichtungen.

3000 Kinder (das sind ca. 11 Prozent) wurden an Orten aufgegriffen, an denen Drogenhandel praktiziert wurde oder Bordelle betrieben wurden. Bei knapp einem Viertel der Kinder, die Hilfe durch das Jugendamt erfahren haben, ging es um Vernachlässigung oder Anzeichen von Misshandlungen oder sexuellem Missbrauch. Die Dunkelziffer in Sachen Missbrauch und Misshandlungen dürfte um einiges höher sein.

 


Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)