Sobald Ihr Kind das Krabbeln übt, ist es höchste Zeit, die Wohnung oder das Haus kindersicher zu machen. Beim ersten Kind ahnt man noch gar nicht, wo überall Gefahren lauern können. Diese gilt es, zu finden und zu sichern, damit Ihr Kind keine Verletzungen erleidet und wertvolle Dinge nicht kaputt gehen. Wir haben hier eine kleine Checkliste zusammengestellt, worauf zu achten ist und wo sich Ihr Kind verletzen könnte.
Achtung bei Steckdosen & Co!
Um die Umgebung des Kindes zu sichern, brauchen Sie zu allererst ein Vorratspack an Steckdosensicherungen. Diese kleinen Plastikteile, die direkt in die Steckdose geschoben werden gibt es in zwei verschiedenen Ausführungen: es gibt Steckdosensicherungen, die ein Gebrauch der Steckdose komplett unmöglich machen (weil man sie eventuell eh nicht braucht) und es gibt Sicherungen, die nur nach etwas Fummeln mit dem Stecker genutzt werden können. Dieser Mechanismus ist relativ simpel aber effizient.
Auch sollten Sie andere technische Geräte (wie Fernseher und Stereoanlage) vom Strom trennen, wenn sie nicht benötigt werden. Denn so müssen Sie nicht ständig eingreifen, wenn sich das Baby in deren Tasten und Schalter "verliebt". Sie werden recht schnell feststellen, dass dies der beste Weg ist, dieses Thema unter Kontrolle zu haben, denn es dürfte schwierig sein, das Kind in dem Alter davon zu überzeugen, das es für diese Technik noch zu klein ist. Also sparen Sie sich den Stress und trennen Sie einfach die Geräte vom Strom. Manch einem Kind bleibt damit auch ein Schock erspart, den schon so manches technikbegeisterte Baby erfahren musste: schließlich übt der Lautstärkeknopf (weil so schön groß) die meiste Faszination aus und dann wird da dran gedreht und wenn der Zufall es will, kommt als nächstes der Druck auf den "Ein"-Schalter. Und wenn dann noch vorher Radio eingestellt war, dann fliegen dem Kind enorme Lautstärken um die Ohren!
Möbel sichern!
Wenn man sich vor der Geburt Möbel ins Zimmer gestellt hat, hat man dabei sicher nicht an das zukünftig krabbelnde Kind gedacht. Gerade bei Krabbelkindern, die sich an Möbeln hochziehen und so ihre ersten Stehversuche machen ist es enorm wichtig, dass Regale und Schränke an der Wand festgeschraubt sind, so dass sie nicht umkippen können.
Der Handel bietet auch Sicherungen für Tischecken und ähnliches. Da kann jeder selbst entscheiden, ob er das für sinnvoll oder übertrieben hält. Wichtig ist auf jeden Fall, Schranktüren in Küche und Bad zu sichern, hinter denen für das Kind gefährliche Dinge (Chemikalien, Arneimittel usw.) untergebracht sind. Aber auch, wenn hinter einer Schranktür Mülleimer stehen, sollte man diese zu sicheren Zone erklären. Für Türen dieser Art gibt es im Babymarkt entsprechende Sicherungen, die Erwachsen problemlos öffnen können aber Krabbelkinder schützen. Aber fürZimmertüren gibt es Sicherungen, damit Kinder sich beim Spielen nicht aus Versehen die Finger quetschen können.
Treppen
Haben Sie in der Wohnung oder im Haus Treppen, dann wird es nicht lange dauern, bis Ihr Baby diese erkunden möchte. Es gibt schon genug Kinder, die sich bei einem Treppensturz gefährlich verletzt haben. Deshalb sollten Sie drüber nachdenken, die Treppe zu sichern. Auch hier gibt es mehrere Varianten.
- das klassiche Treppenschutzgitter - meist aus Holz gefertigt wird es an der ersten Treppenstufe befestigt und lässt sich durch den ausgeklügelten Schließmechanismus nur von Erwachsenen öffnen
- das Treppenschutzrollo - wem Treppeschutzgitter zu sperrig sind, wenn sie offen stehen, dem empfehlen wir ein Treppenschutzrollo. Es ist in Sachen Stufenbreite noch flexibler als das Gitter und rollt sich, wenn nicht benötigt, platzsparend ein. Auch das Treppenschutzrollo lässt sich von Kinderhand nicht öffnen
Aber es soll auch nicht unerwähnt bleiben, dass es Eltern und sogar Tagesmütter gibt, die einen Treppenschutz ablehnen, da ein Kind ja üben soll, damit umzugehen. Selbstverständlich erfordert diese Ablehnung eine erhöhte Aufmerksamkeit.
Zimmerpflanzen
Auch Pflanzen können mit ihren Töpfen umkippen und für entsprechende Unordnung sorgen. Je nach Temperament des Kindes ist auch damit zu rechnen, dass es mit der Pflanzenerde spielt und sie eventuell auch in den Mund nimmt. Allerdings sollte man erst einmal schauen, ob es wirklich notwendig ist, Pflanzentöpfe aus der Reichweite von Krabbelkindern zu bringen, denn es gibt auch genug Kinder, die sich das mal anschauen aber dann sich um andere Dinge kümmern.





