Kinder haben es im Notfall viel schwerer als Erwachsene. In unserem Gesundheitswesen gelten Sie oft als "kleine Erwachsene", die sie aber nicht sind. An vielen Stellen sind Personal und Technik nicht optimal auf Kinder eingestellt. Dies beginnt im Rettungswagen, wo es Geräte gibt, die Leben retten sollen aber nicht für den Einsatz an Kindern vorbereitet sind. Gerade bei Kindern unter sechs Jahren geraten manche Mediziner im Notfall schon mal ins Schwitzen. Die Formel "halber Patient - halbe Medikamentendosis" funktioniert so nicht.
Ob Stoffwechsel, Körperbau oder Kreislauf - alles ist und reagiert bei Kindern anders. Und selbst, wenn hier der Rettungsarzt alles im Griff hat steht die Frage, wo ist das nächste Krankenhaus, das eine Kinderabteilung hat? Seit der Einführung der Fallpauschalen wurden etliche Betten für Kinder in den Krankenhäusern abgebaut, weil die Behandlung der Kinder nicht kostendeckend ist. Die Folge: immer mehr Kinder landen in Einrichtungen, die nicht auf Kinder eingestellt sind.
Auch für Eltern wird der Weg zum nächsten Kinderkrankenhaus dadurch weiter.
Kinder brauchen kindgerechte medizinische Versorgung
Kinder benötigen spezialisierte Behandlung und darauf müssen sich Mediziner und Krankenhäuser einstellen. Um den politischen Druck zu erhöhen, wurde schon 1968 das Aktionskomitee "Kind im Krankenhaus" Bundesverband e.V. gegründet. Hier geht es um die beste Versorgung von Kindern vor, während und nach dem Krankenhausaufenthalt. Erreicht wurde seit dem zum Beispiel, dass die Eltern heute viel besser ihre Kinder im Krankenhaus betreuen können - durch unbeschränkte Besuchszeiten und der Mitaufnahme eines Elternteils - ein unverzichtbarer Bestandteil des Heilungsprozesses.
Wenn Sie sich über dieses Thema informieren möchten, besuchen Sie doch mal die Seite des Bundesverbands: www.akik.de
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