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Fremdsprache schon im Kindergarten?

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Bilinguale KindergärtenFremdsprachenförderung für Kinder

Für Kinder ist eine Fremdsprache schnell und einfach zu erlernen. Trotzdem gehen dazu die Meinungen weit auseinander. Die weltweite Spracherwerbsforschung hat allerdings eindeutig herausgefunden, dass Kinder, die mehrsprachig aufwachsen, langfristig sprachlich wendiger sind. Außerdem sind sie beim Denken leistungsfähiger und fast schon automatisch auch toleranter und offener gegenüber anderen Kulturen. Deshalb ist es wichtig, möglichst früh mit der Sprachförderung zu beginnen. Denn, je später ein Kind Fremdsprachen lernt, desto schwerer fällt ihm das Lernen.

Entsprechend der heutigen Forschung empfiehlt man für die Fremdsprachenförderung:

  • Kinder sollten möglichst früh damit beginnen, Fremdsprachen zu lernen
  • Kinder sollten in Sachen Fremdsprachen so intensiv wie möglich gefördert werden
  • diese Förderung sollte so natürlich wie möglich erfolgen
  • das Fremdsprachenlernen sollte möglichst motivierend betrieben werden

"immersive learning" bringt größte Erfolge

Für das Erlernen einer Fremdsprache hat sich das "immersive learning" als am erfolgreichsten erwiesen.  Das Wort immersion heißt, wörtlich übersetzt, eintauchen. Die Kinder tauchen also sinngemäss in die Sprache ein, in dem sie sie als natürliches Element wahrnehmen. Die neue Sprache ist dabei Umgangs- und Arbeitssprache, unabhängig davon, ob die Kinder sie bereits kennen. Durch die Immersion erschließen sie sich neue Worte selbst aus dem Zusammenhang, in welchem sie verwendet wird. Es ist im Prinzip vergleichbar mit dem Erlernen der Muttersprache. Hier hören Kinder, auch wenn sie selbst noch nicht sprechen können, jeden Tag ihre Eltern sprechen und lernen Stück für Stück, was bestimmte Worte bedeuten und können sie auch irgendwann sprechen.

Das "immersive learning" hat außerdem den Vorteil, dass es die Kinder beim Lernen nicht überfordert. Denn hier geht es nicht um Vokabelpauken oder Grammatikübungen. Die neue Sprache wird nicht zum Thema gemacht, sie wird (im besten Fall) von Muttersprachlern permanent angewendet und Kinder werden beim Ausprobieren dieser Sprache nicht korrigiert. Das garantiert, dass das Lernen der Fremdsprache völlig ohne Druck möglich ist. Wichtig ist dabei die Intensität, das heisst, dass möglichst oft diese Sprache im Alltag auftaucht.

Die erste Fremdsprache bereits im Kindergarten

Losgehen kann das Fremdsprachenlernen schon im Kindergarten. Es gibt in Deutschland ungefähr 600 bilinguale (zweisprachige) Kindergärten. Dort arbeiten neben den deutschsprechenden Erziehern auch fremdsprachliche Betreuer, die Muttersprachler sind oder über muttersprachliche Kompetenz verfügen. Es wird nach dem Prinzip gearbeitet: eine Person - eine Sprache und die Sprache wird im Alltag der Kita verwendet also nicht nur in extra Förderstunden.

Wo gibt es zweisprachige Kindergärten?

Da die Zahl der Kindergärten, die bilingual arbeiten, gerade mal bei gut einem Prozent liegt, muss man hier und da schon etwas suchen, um solch eine Einrichtung zu finden. Bei der Suche helfen kann der Verein "Verein für Frühe Mehrsprachigkeit an Kindertageseinrichtungen und Schulen e.V." Dort finden Sie ein Karte Ihres Wohngebiets mit allen derzeit bekannten bilingualen Kindergärten. Falls es in Ihrer Nähe solch ein Angebot nicht gibt, bietet auch hier der Verein Hilfe und Unterstützung sowohl bei der Überzeugungsarbeit als auch bei konkreten Tipps, selbst einen solchen Kindergarten zu gründen. Sprechen Sie dieses Thema immer wieder an. So wird es sich immer weiter durchsetzen. Es ist höchste Zeit dafür! Die Globalisierung schreitet in jedem Fall voran und bestmögliche Kommunikation untereinander ist die Grundlage eines friedlichen Zusammenlebens. Ihre Kinder werden es Ihnen danken und alle anderen in der Welt auch.

 
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Gute Erziehung? Zehn Erfahrungsberichte.

Gute Erziehung kann man leider nicht im Versandhandel mal eben bestellen. Erziehung ist harte Arbeit und Training an sich selbst und weniger an den Kindern. Denn oft reagieren Eltern in schwierigen Situationen falsch. Sie sind zu laut, nicht konsequent, ungerecht und noch vieles mehr. Da viele junge Eltern heute auf sich allein gestellt sind und die Erfahrung der älteren Generation nur bedingt zu Verfügung steht, weil sie zum Beispiel einfach zu weit weg wohnt, müssen sie Stück für Stück Ihr Konzept zur Erziehung finden. 

ÖKOTEST lässt in seinem Ratgeber Kleinkinder "Gute Erziehung" (9-2007) zehn Familien zu Wort kommen. Sie erzählen von ihren Erfahrungen mit ihren Kindern, welche Konzepte funktioniert haben und welche nicht. Oftmals sind Eltern in Erziehungsfragen gar nicht so schlecht, wie ihr Umfeld meint. In diesem Ratgeber finden Sie außerdem viele Tests von Produkten für Kleinkinder. Das Heft ist zwar nicht mehr das Neueste, Sie können es aber bei ÖKOTEST immer noch nachbestellen.