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Kinder spielen am besten draussen!

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Kinder auf dem BaumHeutzutage sitzen unsere Kinder viel, vielleicht sogar zu viel, vor dem Fernseher oder Computer. Dabei können sie draußen, im freien Spiel viele aufregende Dinge erleben und sich dabei gleichzeitig fordern und fördern. Beim Spielen,Toben und Bewegen benutzen ihre Kinder alle Muskeln und fördern die Grobmotorik. Erwiesenermaßen hilft das den Kindern später unter anderem, in der Schule mithalten zu können. Sie sind intelligent, kreativ und aufnahmefähig.

Viele Kinder wachsen in Großstädten mit dichtem Verkehr auf. Aber meist gibt es in der Nähe einen schönen Kinderspielplatz, eine Grünanlage oder gar einen Park oder ein Waldstück. Und mit ein bisschen Zeit und Kreativität lassen sich viele einfache, aber ansprechende Dinge für unsere Kinder auf die Beine stellen.

"Was krabbelt denn da?"

Unter dieses Motto können wir zum Beispiel einen ganzen Ausflug stellen. Dafür rüsten wir die Kinder mit einer Lupe, einem kleinen Spiegel, wenn vorhanden, einem Becherlupenglas, einem Regenschirm und einem Eimerchen aus. Dann geht es raus in die Natur und wir suchen alles was krabbelt, kreucht und fleucht. Mit der Lupe können die Kinder natürlich alles vergrößern und sich genau anschauen. Mit dem Spiegel können sie wunderbar Blätter und Büsche von unten betrachten. Das eröffnet Kindern eine ganz neue Sichtweise. Wie sieht das Blatt von unten aus? Sie können es anschauen, ohne es ab zu reißen. Leben dort vielleicht sogar kleine Tierchen?

Mit einem Regenschirm wird es besonders spannend. Wir halten ihn geöffnet und verkehrt herum unter einen Strauch oder Busch und rütteln an diesem. Dabei fallen die Bewohner in den geöffneten Schirm und wir haben eine ganze Menge zu bestaunen. In dem Eimerchen sammeln die Kinder alle Möglichen Dinge die sie an diesem Tag finden. Wichtig dabei ist, dass Sie Ihren Kindern vermitteln, dass alle lebenden Tiere zum Schluss wieder in die Freiheit entlassen werden.

Klettermeister gesucht!

Klettern auf BaumstammAn einem anderen Tag können wir eine „Kletter-Olympiade“ machen. Wir suchen ein Naturstück im Wald oder Park in dem es möglichst viele natürliche Klettermaterialien wie große Steine, Bäume, Baumstümpfe, Hügel und vielleicht sogar Mauern und Zäune gibt. Zu erst einmal machen wir uns mit dem Gelände vertraut und klettern uns „warm“. Später erfinden wir einen kleinen Parcours, der ab zu klettern ist oder gucken, wer am höchsten klettern mag. Man kann in so einem Gelände auch wunderbar verstecken oder fangen spielen. Beachten Sie bitte bei diesen Spielen, dass Kinder in der Regel einschätzen können, wie weit sie in der jeweiligen Situation gehen können ohne sich zu überschätzen. Auch ist es wichtig, dass Kinder das Fallen gelernt haben. Mit jedem Fallen üben sie es gleichzeitig. Somit passiert relativ wenig. Ein paar Beulen und Kratzer sind nicht schlimm, zeigen sie doch eher, wie mutig man war.

Ökologisches Bauen - mal anders

Außerdem können die Kinder draußen viele Höhlen und Unterschlüpfe bauen. Dazu sammeln sie Totholz, Blätter und andere Dinge die sie finden. Hier ist die Kreativität der Kinder gefragt. Wie bauen sie die Höhlen so, dass sie auch halten und man sich hinein setzen kann? Man kann so viele verschiedene Dinge bauen. Zum Beispiel lässt sich recht einfach aus mehreren langen Ästen ein Indianertipi bauen. Oder die Kinder bauen eine Erdhöhle oder ein Blätterdach. Den Ideen sind dabei keine Grenzen gesetzt.

Was auch immer Ihre Kinder machen, Hauptsache sie verbringen so viel Zeit wie möglich draußen. Dabei sollte es auch nicht schlimm sein, wenn sie mal mit nassen Füßen oder schmutziger Kleidung nach Hause kommen. Ein bekannter Spruch besagt: „Schmutzige Kinder sind glückliche und gesunde Kinder!“ Auch nasse Füße sind nicht dramatisch. Das stärkt die Abwehrkräfte der Kinder und sie sind weniger krank. In diesem Sinne, viel Spaß beim Erkunden der Natur!


Photo 1: Claudia Lautsch / Photocase.de
Photo 2: © Rainer Sturm / www.pixelio.de
 
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Kinder in Obhut des Jugendamts

Das statistische Bundesamt hat ermittelt, dass 2007 pro Tag 77 Kindern in die Obhut des Jugendamt gekommen sind. Das sind 28200 Kinder pro Jahr. 435 Kinder wurde sogar gegen den Willen der Eltern aus der Familie herausgenommen. Jugendämter nehmen Kinder und Jugendliche in Obhut, die sich in einer schwierigen und sie gefährdenden Situation befinden. Dies geschieht auf eigenen Wunsch der Kinder (7000 Mal im letzten Jahr) oder durch Hinweise der Polizei oder Bildungseinrichtungen.

3000 Kinder (das sind ca. 11 Prozent) wurden an Orten aufgegriffen, an denen Drogenhandel praktiziert wurde oder Bordelle betrieben wurden. Bei knapp einem Viertel der Kinder, die Hilfe durch das Jugendamt erfahren haben, ging es um Vernachlässigung oder Anzeichen von Misshandlungen oder sexuellem Missbrauch. Die Dunkelziffer in Sachen Missbrauch und Misshandlungen dürfte um einiges höher sein.

 


Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)